Gunter Waldek

WGu_FotoProf. MMag. Gunter Waldek wurde am 26. Juli 1953 in Linz geboren. Mit Klavier-, Orgel- und Theorieunterricht am Bruckner Konservatorium wurde bereits in seiner Kindheit der Grundstein zur musikalischen Ausbildung gelegt. Nach der Matura 1971 begann Waldek in Salzburg an der Hochschule „Mozarteum“ und an der Universität mit Studien aus Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Romanistik, die er 1977 mit Lehrbefähigung und Magisterium abschloss. Nach einigen Jahren Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Gymnasien in Linz und Salzburg nahm er am „Mozarteum“ weitere Studien auf (Dirigieren, Chorleitung, Komposition bei Helmut Eder), an deren Ende die Verleihung des „Magister artium“ stand.

Im Herbst 1982 übernahm Gunter Waldek von Helmut Schiff die Kompositions- und Theorieklasse am Bruckner Konservatorium Linz, die er bis heute leitet. Einige seiner Schüler sind als Komponisten der jungen Generation bereits selbst an namhafter Stelle im österreichischen Kulturleben sowie im Ausland tätig. Seit 1983 ist Waldek am Bruckner Konservatorium überdies Abteilungsvorstand, seit 1990 stellvertretender Direktor, seit 1994 Vorsitzender der Studienkonferenz.

Überregionale Beachtung erreichte er durch zahlreiche Aufführungen und Produktionen im In- und Ausland. Zuletzt konnte Gunter Waldek ganz besonders im musikdramatischen Bereich sensationelle Publikumserfolge erzielen (Kirchenoper Das Hohe Lied im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes Linz 1993 sowie Ein etwas seltsames Abendessen – kulinarisches Musiktheater, 1994).

Waldeks umfangreiches Schaffen umfasst Werke verschiedenster Sparten, z.B. 13 Ways of Looking at Blackbird (Liederzyklus, 1984), …meins traurens ist… (Violinkonzert, 1986), Up & Down (Sinfonietta für Streichorchester, 1989), Lacrimosa für großes Orchester (1989), Traumlieder nach indianischen Texten für Chor (1990), Domklang (Rauminstallation zum 500 Jahr-Jubiläum der Stadt Linz, 1990), Et l’enfant dit:.. (Szenische Kantate für Kinder zum 700 Jahr-Jubiläum der Schweiz, 1991), Von der Verwüstung der Westindischen Länder (Requiem, 1992), Bows and Arrows („wien modern“, 1993).

Derzeit arbeitet er an mehreren groß besetzten Instrumental- und Vokalwerken sowie an einem Musiktheaterprojekt.

An Waldeks Kompositionen wird sein „Gespür für außergewöhnliche Klangfarben“ besonders hervorgehoben. Er schreibt Musik mit stark meditativen Zügen, mit leisen und „leicht verletzbaren Tonlinien“, sich verschiebenden Klangflächen, „rhythmischer Delikatesse“ und zarten Konturen. Pressestimmen vermerken seine „hochintelligente Arbeit von hörenswerter Klanglichkeit“, „vielschichtige und phantasievolle Musik, deren emotioneller Komponente man sich nicht entziehen kann“.

Gunter Waldek ist Mitglied einiger Künstlervereinigungen; sein kompositorisches Schaffen wurde auch international mit Preisen und Auszeichnungen, zuletzt u.a. mit dem „Landeskulturpreis für Musik“ 1994 und dem Förderungspreis des Bundesministeriums 1996 bedacht. Seine Erfolge bei Publikum und Fachkritik, sowie die Veröffentlichung wichtiger Werke auf Schallplatten und CDs sind ein deutlicher Hinweis auf die ausgeprägte Individualität und die hohe Qualität seiner Kompositionen.